Vor einigen Monaten habe ich hier einmal die Herstellung eines Adapterkabels XLR zu RCA gezeigt, dabei genau die Instrumente und Schritte zur Eigenmanufaktur gezeigt. Mir ist schon klar, dass nicht alle Tango-DJs mit dem Lötkolben zusammen aufgewachsen sind, aber in manchen Situationen ist das die einzige und schnellste Möglichkeit, um solche Adapterkabel zu bekommen oder zu reparieren. Neulich habe ich mir ein einfaches Mischpult direkt aus China zugelegt, um einen Mikrofoneingang für Veranstaltungen zu haben und musste mal wieder den Lötkolben anmachen. Dabei habe ich zwei neue Instrumente verwendet, die das Leben hierbei deutlich erleichtern. Diese möchte ich gerne hier vorstellen. Also ist mal wieder Technik angesagt.
1. Kabel trimmen
Los geht’s mit einem praktischen Instrument, welches mir mein Sohn geschenkt hat. Es ist ein kleiner Seitenschneider einer deutschen Firma (Knipex, Modell Super Knips), welcher normalerweise zum Kürzen von Drähten auf traditionellen Platinen verwendet wird. Hatte ich bislang noch nicht, möchte ich aber nach einmaligem Gebrauch nicht mehr aus den Händen geben.

2. Endkontrolle der Kabel
Ich gebe zu, es ist nicht unbedingt nötig, insbesondere für einen Menschen, der als Kind bereits lieber mit dem Multimeter gespielt hat, als mit dem Fussball, aber zur Endkontrolle eines Kabels ist das Multimeter sehr praktisch.

In meiner Bastelkiste hab ich ein Gerät gefunden, welches dort schon einige Jahre Staub angesammelt hat (war auch ein Geschenk). Es ist ein Kabelprüfer Mod. CT200 für Audiokabel der Firma Behringer welchen ich sehr praktisch finde.
Man stöpselt einfach das betreffende Kabel in die passenden Buchsen ein und schon überprüft ein kleiner Computer, ob alle Anschlüsse funktionieren (Lampe: „pass“). Insbesondere wenns schnell gehen soll und für diejenigen, die Anschlussbelegungen nicht perfekt memoriert haben, geht das viel schneller, als die klassische Methode mit dem Multimeter.


3. Neues Mischpult mit Bluetooth Eingang.
Früher hatte ich mit einem Pioneer Mischpult aufgelegt, welches sich nach mehreren Jahren als Overkill herausstellte. In meinem Bereich hab ich nur eine Signalquelle und muss das nicht mit etwas anderem mischen. Bei größeren Veranstaltungen fehlt mir jedoch der Eingang für ein Mikrophon und die Möglichkeit Gästen einen Eingang zur Verfügung zu stellen (z.B. Gastlehrer die mit ihrem eigenen Player kommen). Vor einigen Wochen habe ich daher mal ins Internet geschaut und ein preiswertes Mischpult in China gefunden, welches genau diese Ansprüche abdeckt. Insbesondere ist es klein, hat zwei Mikrofoneingänge und gibt den Mix als symmetrisches XLR aus. Darüberhinaus hat es einen eingebauten Bluetooth Eingang und bei Bedarf steckt man einen USB-Stick mit MP3 Musikdateien ein, die anstandslos abgespielt werden.


Man wird sich jetzt fragen, warum ich auf einmal Bluetooth gut finde. Zunächst war bislang stets meine Ansicht, dass Bluetooth für die Verbindung von Mixer zu Boxen ungeeignet ist. Daran halte ich fest. Bluetooth als Eingangssignal ist jedoch kein Problem, sofern man sich darauf einlassen will. Ich beuge mich hier also der Nachfrage.