The educated Tanguero

Essential Tango Knowledge

18/11/2017
by Richard Stoll
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Hilfe – Ein Publikumswunsch !

Als DJ arbeitet man am Abend seine Playlist oder seine Tandas aus der Datenbank ab. Was passiert aber, wenn plötzlich ein Gast erscheint und einen bestimmten Titel gespielt haben möchte ?

O jeh, das passt aber jetzt gar nicht ins Konzept!

Manche DJs lehnen daher Publikumswünsche mehr oder weniger kategorisch ab (“I am a DJ and not a Jukebox!”). Manche stellen auch ein Schild auf:

Publikumswünsche:  Poema 20$, Paciencia 10$, all others 5$

Andere reagieren auf Publikumswünsche entsprechend der Persönlichkeit des Gastes (netter Artikel hier: https://www.digitaldjtips.com/2011/03/dealing-with-dj-requests/). Ich gehe davon aus, freundlich gefragt zu werden, sind doch Tangueros und Tangueras alle höfliche Menschen (per definitionem).

Ich persönlich sehe jeden Publikumswunsch als eine professionelle Herausforderung an. Wie also vorgehen ?

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13/10/2017
by Richard Stoll
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Die Identifikation von Musikstücken.

Der Tango DJ der viele tausend Stücke auf hunderten von CDs hat, muss diese nicht unbedingt alle kennen oder gehört haben. Sicher, es gibt da ca. 100-200 Stücke, die üblicherweise gespielt werden und die man so kennt, manchmal versuchen Kollegen oder Tänzer auch herauszufinden, welcher Titel und Interpret zu einem gewissen Stück gehören. Als Tango DJ ist man hierfür ein natürlicher Ansprechpartner. Was tun, wenn man das Stück nicht kennt, oder es nicht zuordnen kann ?

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11/10/2017
by Richard Stoll
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Backup Strategie für den Tango DJ

Es passierte im September 2017: Gerade hatte ich meine aktuelle Sammlung auf einer portablen Festplatte gesichert, als bei etwa 20 % plötzlich die Datenplatte im PC den Geist aufgab. Ist meine Sammlung jetzt weg? Eine Datenrettung mit Bordmitteln war auch nach mehreren Versuchen nicht möglich, professionelle Datenrettung kostet ein Vermögen.

Was ist eine Tango-Sammlung wert? Ich rechne hier nicht mit den Anschaffungskosten von CDs oder Schallplatten, denn die bleiben physisch verfügbar. Wie sieht es mit den Tags und dem sorgfältig aufgebauten Verzeichnisbaum aus? Eine schnelle Schätzung von mehreren tausend Arbeitsstunden lässt wenig Hoffnung aufkommen.

Eine Fachzeitschrift für Computertechnik veröffentlichte kürzlich einen Aufkleber mit der Aufschrift „Kein Backup – kein Mitleid“, den ich auf meine Netzwerkfestplatte geklebt hatte. Wir müssen also über Backup-Strategien sprechen.

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11/10/2017
by Richard Stoll
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Backup Strategien für den Tango-DJ

Passiert ist es im September 2017: Ich sichere gerade meine aktuelle Sammlung von meinem Desktop PC auf eine portable Festplatte, als bei ca. 20% meine Daten-Festplatte im PC beschließt, dass ihr Lebensende nun gekommen ist. Ist jetzt meine Sammlung weg? Eine Datenrettung mit Bordmitteln ist nach mehreren Versuchen  nicht möglich, professionelle Datenrettung kostet ein Vermögen.

Wie ist der Wert einer Tango-Sammlung zu beziffern? Ich rechne hier nicht mit den Anschaffungskosten der CDs oder Schallplatten, denn diese bleiben ja weiterhin physikalisch verfügbar. Wie ist es nun mit den Tags und dem ordentlich aufgebauten Verzeichnisbaum? Eine schnelle Überschlagsrechnung von mehreren Tausend Arbeitsstunden lässt nichts Gutes erhoffen.

Eine deutsche Fachzeitung für Computertechnik hat jüngst einen Aufkleber herausgegeben mit der Aufschrift „Kein Backup – kein Mitleid“, welcher an meiner Netzfestplatte klebt. Wir müssen uns also über Backup Strategien unterhalten. Continue Reading →

12/09/2017
by Richard Stoll
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Que nadie sepa mi sufrir

Ja ja, ich geb es zu, manchmal mag ich Valses lieber als Tangos. Einer meiner (vielleicht 20) liebsten Valses ist hier nicht so sehr fürs Tanzen geeignet, sondern mehr zum Zuhören, er hat aber eine interessante und erzählenswerte Geschichte. „Que nadie sepa mi sufrir“ (Übers: Lass keinen wissen wie sehr ich leide) ist dann auch kein echter Vals criollo sondern mehr ein Vals Peruano. Geschrieben wurde er 1936 von dem Argentinier Angel Amato unter dem Pseudonym Angel Cabral [1]. Ein Text wurde von Enrique Dizeo (ebenfalls aus Argentinien) hinzugefügt. In den folgenden 20 Jahren wurde das Lied in ganz Südamerika zum Hit, taucht aber sehr selten auf Milongas auf. Continue Reading →

10/07/2017
by Richard Stoll
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Digitale Signalkette

Letztes Jahr hat Firma Pioneer es endlich geschafft, einen stabil arbeitenden Treiber für die Kopplung eines Windows-Notebooks mit ihren profesionellen DJ-Mischpulten zu veröffentlichen. praktisch zeitgleich wurden diese auch von Firma Native Instruments für die DJ-Software Traktor Pro 2.0 (Version 2.11) vollständig zertifiziert, so dass nun endlich die Zusammenarbeit funktionieren dürfte.
Was ist an dieser Nachricht nun so interessant insbesondere für die Tango Szene? Continue Reading →

08/09/2016
by Richard Stoll
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Tango Webradio (Music for free)

Als Tango DJ habe ich schon in den 90er Jahren begonnen Tango Musik zu sammeln. Dies waren im Wesentlichen CDs, gekauft in Deutschland, Argentinien und Australien. Dementsprechend ist meine Sammlung von Tango Musik umfangreich und ich habe manchmal Probleme den Überblick zu behalten. Viel Geld ist in meine Sammlung und in die Ausstattung geflossen, ohne dass ich die Chance habe, das jemals zurückzuerhalten, was aber auch in Ordnung ist.
Tango-Anfänger und auch Anfänger im DJ Geschäft haben aber eher die Probleme, überhaupt etwas Musik zusammenzubekommen. Heute ist das kein so großes Problem mehr, wie in den 90ern. Man kann sogar Musik kostenlos und legal bekommen. Die Lösung hier heisst Internet Radio.

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23/07/2015
by Richard Stoll
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José Maria Lucchesi

Als DJ sucht man gelegentlich nach selten gespielten Orchestern und auf dieser Suche hatte ich Gelegenheit über das sicher nicht zum Mainstream gehörende Orchester von José Maria Lucchesi zu stolpern, welches aber wohl mehr und mehr Beachtung bei den Tango DJs findet. Lucchesi wurde am 29.3.1897 in Sorocaba (Brasilien) geboren [1,2], bekam eine solide musikalische Ausbildung und spielte vornehmlich Accordeon, aber auch Klavier, Harmonica und Gitarre [3]. Seine Tangos nahm er jedoch vornehmlich in Europa auf, meistens in Deutschland, Frankreich und Spanien, manchmal unter dem Pseudonym Leal Pescador (“Der loyale Angler” weil Angeln wohl zu seinen Lieblingsbeschäftigungen zählte) oder als Jose Maria de Lucchesi. In 1942 wurde er französischer Staatsbürger. Der Name seines Orchesters war “Orchestre sud-américain José M. Lucchesi“. Mit diesem Orchester spielte er vornehmlich Tangos, Valses und Paso Dobles in einem sehr weiten Spektrum. Interessanterweise liess er seine Musiker (wie auch das Orchester von Canaro) in “Gaucho” Kleidung auftreten (siehe Bild).

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23/07/2015
by Richard Stoll
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Roberto Firpo

Die ersten Tango Musiker zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren Amateurmusiker ohne musikalische Ausbildung (darunter Vincente Greco, Juan Maglio, Eduardo Arolas oder Angel Gregorio Villoldo), spielten teilweise in der Tradition der Payadores, der Argentinischen Wandermusiker. Unter anderem integrierten sie rustikale Rhythmen wie Milonga oder Candombe und andere creolische Elemente in den jungen Tango und gründeten die ersten Orchester. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Tango Orchester, also mussten die charakteristischen Instrumente erst gefunden und die Interpretationstechniken erst entwickelt werden. Diese frühen Tangomusiker werden unter dem Begriff “guardia vieja” (alte Garde) zusammengefasst. Die ersten Orchester spielten eine signifikante Rolle bei der Entwicklung der musikalischen Hilfsmittel und Aufführungsstrukturen um den Charakter des Tangos zu formen. Im historischen Kontext endete diese Zeit ca. 1925 und mündet in eine Übergangszeit hinein, in welcher die Orchester sich zu ihrer endgültigen Form der EDO um 1940 hin entwickelten.

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19/07/2015
by Richard Stoll
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Rafael Canaro – der kleine Bruder

Rafael Canaro wurde am 22. Juni 1890 in San Jose de Mayo in Uruguay als Bruder von Francisco Canaro geboren (Francisco hatte neben ihm noch zwei andere Brüder Luis und Mario, alle davon Tango Musiker) [1]. Im Jahre 1925 besucht er Paris als Teil eines Aufgebotes von Musikern aus Franciscos Orchester, mitten in der zweiten Tangomania und spielt dort Kontrabass und Säge (!) [1]. Bereits in 1926 kommt er wieder und leitet in Paris sein eigenes Orchester, das bis 1936 spielt. In Europa spielte er auch mit Carlos Gardel, der daraufhin einer seiner engsten Freunde wurde. Kriegsbedingt kehrte er zurück nach Buenos Aires und verstarb dort am 28. Januar 1972.

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