The educated Tanguero

18/05/2025
von Richard Stoll
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Audio Kabel: RCA nach XLR

Normalerweise hat man als DJ jede Menge Kabel in seiner Bastelkiste. Letzte Woche hatte ich jedoch das Problem, mit meinem Setup welches einen RCA-Ausgang (Cinch-Buchse) hat, ein Gerät mit symmetrischem XLR Eingang zu bedienen. Hier sind dann passende Verbindungskabel nicht so einfach zu kaufen, sondern etwas Bastelarbeit ist hier angesagt, also heißt es Lötkolben anmachen. Üblicherweise mache ich mir meine Verbindungskabel selbst, es sei denn es gibt kostengünstig qualitativ hochwertige Ware von der Stange zu kaufen. Hier also ein kleiner Lehrgang über das Selbstmachen von komplexen Kabeln. Das hat nicht direkt was mit Tango zu tun, aber wir sind ja auch in der Verantwortung als DJ!

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26/04/2025
von Richard Stoll
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Miguel Villasboas: En Australia

Im letzten Blog habe ich über meine Liebe zum Vals gesprochen und eine internationale Tanda im Bereich Non-Tango präsentiert. Heute möchte ich hier weitermachen und zeitgenössischen Vals präsentieren, der international aufgenommen wurde. Wir hören wieder eine Tanda bestehend aus drei Liedern:

Atardecer Campero (1997) – Miguel Villasboas
Noches de Frio (1997) – Miguel Villasboas
Vibraciones del Alma (1997) – Miguel Villasboas

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24/04/2025
von Richard Stoll
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Klezmer Valses

Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass mein Herz für den Tango schlägt, meine Liebe aber dem Vals gehört? Wie einmal jemand das beschrieben hat: „Der Vals ist eine der schönsten Musiken die je geschrieben wurden“.

Als DJ hat man mit dem Vals seine pure Freude, gibt es doch von fast allen Orchestern wunderschöne Valses und gerade beim Vals kann man auf alle Codigos pfeifen und Tandas frei nach Gusto zusammenstellen. Insbesondere viele internationale Musikrichtungen (non-Tango) bieten sich hier an und ich möchte heute gerne mal eine meiner solchen Tandas (hier für drei Titel) vorstellen:

Die goldene Pave (2001) – Klezmatics & Chava Alberstein
Di Krenitze (2001) – Klezmatics & Chava Alberstein
Ershter Vals (1989) – Klezmatics

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20/03/2025
von Richard Stoll
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Julio De Caro – Die Guardia Nueva

Machen wir einen Ausflug in die frühe Zeit des Tango. Die Musiker der sog. „Alten Garde“ („Guardia Vieja“) waren durchweg keine ausgebildeten Instrumentalisten mit Konservatoriumsausbildung. Dementsprechend waren die Kompositionen eher einfach, oder die Musiker mussten einen langen und steinigen Weg in ihrem Berufsleben absolvieren. Bis in die 40er Jahre war es daher usus, dass Orchester Berufsmusiker hatten, die für die immer größer werdenden Orchester die Partituren arrangierten. Wir sehen heute ein Beispiel für ein Orchester, in dem Musiker mit klassischer Ausbildung den Tango spielten und sich von der alten Garde emanzipierten. Dementsprechend wurden diese zu einer neu herangewachsenen „Neuen Garde“ („Guardia Nueva“) gezählt. Es ist 1924, die Zeit der berühmten Sextetos und genau in dieser Zeit gründete Julio De Caro sein berühmtes Sextett, welches die Entwicklung des Tango für die folgende Dekade maßgeblich mitbestimmt hat.

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17/03/2025
von Richard Stoll
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Auf der Suche nach dem Goldenen Zeitalter

Alle Welt im Tango reded über das goldene Zeitalter („Golden Age“, „Epoca de Oro“). Das wird definiert als die Zeit, in der Tango den Höhepunkt seiner Entwicklung hatte, grob gesagt, in den 40ern („Cuarentas“). Für viele Tangueros ist das ein feststehender Begriff, leider ist er nur sehr schwammig. Die typischen Milongueros haben in der Regel selbst bei den Klassikern der Tangomusik keinen Plan, wann diese denn nun aufgenommen wurden, das haben die wenigen wirklichen Afficionados und die ernsthafteren DJs, die üblicherweise die Jahreszahlen ihrer Musikstücke notieren und abgleichen (es ist eine schlechte Idee, ein Stück von 1932 zusammen mit einem von 1952 in der selben Tanda zu spielen). Zunächst können wir uns als Konsumenten von Tangomusik sehr gerne darauf einigen, dass irgendwo in der Nähe von 1940 die Musik auf einmal ganz anders klang und um diesen Zeitpunkt herum viele bekannte Titel aufgenommen wurden. Hier muss etwas Besonderes passiert sein. Es sind solche Momente, die Musikhistoriker oft betrachten und die dann versuchen, diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen.

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16/03/2024
von Richard Stoll
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Der Untergang der Musik-CD?

Vor einigen Jahren war die Welt noch in Ordnung. Wir hatten CDs als Datenträger für unsere Tango Musik. Mittlerweile ist eine Besorgnis erregende Entwicklung im Gange, die evtl. unsere Musikwelt revolutionieren wird und ggf. sogar unsere Musikinfrastruktur gefährden kann. Sehen wir uns erst die Fakten an:

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15/09/2021
von Richard Stoll
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Kuroneko no Tango

Covid 19 hat die Tangoszene wirklich hart getroffen und wir alle sind hoffentlich auf dem Weg der Erholung. Ich habe die Zeit teilweise damit verbracht Musik zu hören und aufzubereiten. Vor einigen Tagen habe ich im Netz ein Video von Pink Martini gehört, welches mich sehr interessiert hat. Gesungen wurde hier ein Japanisches Kinderlied mit dem schönen Titel „Kuroneko no Tango“ (dtsch.: Tango der schwarzen Katze). Ich erinnerte mich, dass ich den Titel irgendwo in meiner Sammlung habe und nach einer etwas längeren Suche hab ich das Stück auch gefunden, aber auf Dänisch und unverkennbar ein Kinderlied. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mehrere Stunden verbracht, die Hintergründe dieses Lieds zu recherchieren.

War es bis vor einigen Jahren noch grosse Mode im Netz, Bilder und Videos von Katzen zu präsentieren – also nun kommt auch auf dieser Seite der Cat-Content – Miau !

Ich habe mich etwas schwer getan, im Netz Quellen über diesen Titel zu finden, also stammen alle meine Hintergrund-Informationen aus einem einzigen Artikel [1]. Begonnen hat die Geschichte im Jahr 1969 als Vincenza Pastorelli – damals vier Jahre alt – den Song „Volevo una gatto nero“ mit gutem Erfolg für einen Songwettbewerb (sie erreichte im Zecchino d’Oro Platz 3) sang. Das Lied wurde geschrieben von Francesco and Mario Pagano, Armando Soricillo und Francesco Saverio Maresca als Europäischer Tango im Refrain/Strophen Format.
Im gleichen Jahr wurde das Lied in Japan von der sechsjährigen Osamu Minagawa mit dem Titel „Kuroneko no Tango“ (黒ネコのタンゴ) aufgenommen und erreichte sofort Platz 1 der Charts.

Hier die beiden ursprünglichen Versionen:

https://youtu.be/cu8hWkWAMJU?t=45

Mittlerweile gab es eine Vielzahl von Cover Versionen, darunter die mir aufgefallene Version von Pink Martini und den von Trapps sowie die Dänische Version, hier gesungen von Monique (letzteres unverkennbar die Kinderliedversion):

Der eingangs zitierte Wikipedia Artikel hat mich auf die hebräische Version „Kulam Halkhu LaJambo “ von Tzipi Shavit aus dem Jahr 1987 aufmerksam gemacht. Fehlt dann nur noch die Koreanische Version von Turbo „Black Cat Nero“:

Und hier kommt jetzt endlich der Cat Content:

Literatur

1 https://en.wikipedia.org/wiki/Kuroneko_no_Tango

19/11/2018
von Richard Stoll
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Historia de un amor


Vor ein paar Tagen hörte ich die Musik der französischen Sängerin Zaz (Isabelle Geffroy), welche einen ziemlich einzigartigen Stil hat, der als Mischung aus Chanson, Soul und Zigeuner-Jazz beschrieben werden kann. Ich habe ihre Videos auf Youtube durchgehört und hatte viel Spaß dabei, sie sowohl im Studio als auch auf den Straßen von Paris zu sehen. Jedenfalls geht es hier nicht wirklich um Tango, aber einer ihrer Songs stand etwas außerhalb. Es war eine jazzige Interpretation von „Historia de un amor“ – immer noch kein Tango. Glauben Sie nicht, dass dieses Lied für mich wirklich neu ist. Es ist in der Tat einer der ganz großen lateinamerikanischen Hits, welcher bislang von mehr als 200 Sängern in ganz Südamerika, Europa und sogar Russland interpretiert wurde. Einen Tag später hatte ich das Lied immer noch im Kopf und fing sogar an, den Texte zu übersetzen und teilweise zu repetieren. Also habe ich diesen Blog über einen einzigartigen Song schreiben müssen. Keine Angst, der Tango wird hier auch noch seine verdiente Rolle spielen. Um mein Gefühl zu verstehen, müssen wir die Geschichte hinter diesem Song näher betrachten.

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03/11/2018
von Richard Stoll
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Duelo Criollo

Dass die Argentinier und insbesondere die Zuwanderer der ersten mehr spanisch geprägten Einwanderungswelle und deren Nachfahren, die „Criollos“ in einer harschen Umgebung lebten ist sicher, dass es für diese zum Altag zählte, sich mit dem Messer zu duellieren wird oft in Tangotexten kolportiert.

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02/09/2018
von Richard Stoll
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Florindo Sassone

Sassone (geb. 1912 – gest. 1982) ist selten auf der Milonga zu hören. Warum? Kollegen darauf angesprochen bekommt man häufig zu hören, dieser Interpret ist Post-EDO und gehört nicht auf die Milonga. Ist das wirklich wahr?

Die Idee zu diesem Blog kam mir heute, als ich einen Vormittag lang das Radioprogramm von laut.fm hörte. Laut.fm spielt auf dem Tango Kanal Musik in Tandas und Cortinas mit ausgesprochen gutem Musikgeschmack (der Link findet sich weiter unten). Um so überraschter war ich, als mir die nachfolgende Tanda von Sassone auffiel, eben, weil die Stücke nicht zu den Big-100 gehören, die man immer wieder mal auf der Milonga hört.Die Musik hat einen frischen und m.E. durchaus tanzbaren Sound, also beschloss ich hier ein wenig nachzuforschen.

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